QULITÄT MIT
TRADITION
Ambergs fast 1.000-jährige Geschichte war schon immer eng mit Wasser verbunden. Sei es durch die Lage an der Vils – früher ein wichtiger Wasserverkehrsweg – oder durch die Quellen: Mit ihrem Wasser und aus Tiefbrunnen werden die Menschen bis heute versorgt.
Historiker nehmen an, dass der Wasserbedarf der Amberger früher mit der Fürstenquelle an der Wingershofer Straße, dem Lindenbrünnerl und einigen kleineren Quellen gedeckt worden ist. Holzleitungen führten das kostbare Nass in die Stadt. So berichtet Johann Kaspar von Wiltmaister in der „Wiltmaister-Chronik“ 1. Aufl. (Sulzbach, 1783) von etwa 42 öffentlichen Schöpfbrunnen, die mit steinernen Säulen, Figuren und Ornamenten geschmückt waren. Die Benutzung der Brunnen war allerdings nicht kostenlos. Das Gesetzbuch der Stadt Amberg aus dem Jahr 1554 verpflichtete jeden Bürger, an den vier Quatembern, in den jeweils ersten Tagen eines Quartals, das „Prunngeld“ zu entrichten. Nach der Wasserqualität wurde zu dieser Zeit jedoch noch nicht gefragt: Die Trinkwasserbrunnen standen in der Stadt in direkter Nachbarschaft zu Unrat und Misthaufen. Somit gingen oft schlechte Wasserqualität und Krankheiten einher.
ZENTRALE WASSERVERSORGUNG
Nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts Wissenschaftler wie z.B. Max von Pettenkofer gezielt gegen Cholera und andere Seuchen vorgingen, begann sich 1872 auch der Magistrat in Amberg mit der Thematik „Trinkwasser und Qualität“ zu beschäftigen. So entschied sich die Stadt für eine zentrale Wasserversorgung und ließ die Urspringer – sprich Krumbacher – Quellen einfassen. 1892 begann die erste Bauphase und schon am 2. Oktober 1893 konnte das Bauwerk vollendet und eingeweiht werden. In einem freien Gefälle floss und fließt auch noch heute das kostbare Nass von Ursprung in den Hochbehälter „Am Anger“.
BEDARF AN WASSER STIEG
Durch die wachsende Industrie und die steigenden Bedürfnisse der Bevölkerung reichte die bis dahin geförderte Wassermenge jedoch bereits nach 20 Jahren nicht mehr aus. Während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 bauten die Stadtwerke deshalb bei Lengenlohe eine Wassergewinnungsanlage, setzten diese aber wegen ungünstiger Voraussetzungen ab 1965 nur noch zur Notversorgung ein. 1948 versuchte man nochmals, die Fürstenquelle zu verwenden. Diese ließ sich aber wegen Verunreinigungen nur stark gechlort nutzen. Daher bohrte man 1957 auf dem heutigen Siemensgelände einen Tiefbrunnen. Der Brunnen „SGd“ war jedoch auch nur eine Zwischenlösung bis zur neuen Wassergewinnungsanlage in Engelsdorf.
NEUES WASSERWERK
1965 fand die Einweihung des neuen Wasserwerks Engelsdorf statt. Fünf bis zu 140 Meter tiefe Brunnen ließen die Stadtwerke im Gebiet der Bodenwöhrer Senke zwischen Paulsdorf und Engelsdorf anlegen. Vier der Brunnen nutzen die Stadtwerke bis heute. Ihr Anschluss an das Amberger Netz erfolgt nach vier Kilometern über eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 500 mm. 2005 kamen zu den bisherigen Brunnen die Brunnen VI und VII hinzu. Diese befinden sich im Freihölser Forst und sind 135 Meter tief. Die Wasserförderung der beiden neuen Brunnen beträgt 100 Liter in der Sekunde. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ließen die Stadtwerke für die Brunnen VI und VII eine neue, parallel zur alten geführte Rohrleitung zum Amberger Netz installieren. Für höchste Qualität sorgen im Wasserwerk die Aufbereitungsanlage mit Filtern und Kaskaden samt neuester Mess- und Steuerwarte. Damit und mit immer neuen Investitionen in die Anlagen und Technik gewährleisten die Stadtwerke eine bestmögliche Versorgung mit dem „Nahrungsmittel Nr. 1“.
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